Liebesgabe für den Hausfrauenalltag

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Liebesgabe für den Hausfrauenalltag

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Ein Stubenwaschbrett aus dem Böhmerwald
[vc_column_text css=““]Die sogenannten Rumpeln wurden in verschiedenen Größen, aus unterschiedlichem Material, handwerklich und industriell hergestellt. Es gab welche aus Holz, aus verzinktem Stahlblech und Pressglas (diese mit hölzernem Rahmen), ja sogar ganz aus Marmor. Ein besonderes Exemplar ist das Waschbrett aus Ahornholz, in das als Griffloch ein Herz gesägt ist.

Es stammt aus dem Nachlass der Finsterauer Lehrerin Else Opitz (1905–1989). Hergestellt wurde es, vermutlich in den 1930er Jahren, in einer der Sudetenregionen der Tschechoslowakischen Republik.[/vc_column_text][cz_image size=““ id=“cz_65298″ image=“1627″][/cz_image][cz_gap height=“10px“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]Waschbrett aus Ahornholz, Inv. Nr. F 2014/473[/vc_column_text][cz_gap height=“20px“][vc_column_text css=““]Der böhmische Kunsthistoriker Dr. Josef Opitz hat es seiner Frau zur Verlobung geschenkt – in Vorgriff auf ihre Zukunft als Hausfrau. Beide wussten, dass sie ihren Beruf als Lehrerin mit dem Eheschluss würde aufgeben müssen. Denn Fräulein Lehrerin konnten von Amtswegen nur unverheiratete Frauen sein.

Das kleine handliche Waschbrett war nicht für die Waschküche bestimmt, sondern für die „kleine Wäsche“ in der Stube. Für Unterwäsche, Tischwäsche, Hemdkrägen, Taschen- und Küchentücher und Kinderwindeln wurde wöchentlich mehrmals in der Wohnküche Waschwasser angerichtet. Waschen und Hauswirtschaft hat Else Opitz nicht erst zur Ehe lernen müssen. Was sie nicht schon im Elternhaus mitgekriegt hatte, das hat sie methodisch in ihrer Lehrerinnenbildung gelernt.

Wie handhabte man ein Waschbrett? Es wurde schräg in eine kleine Wanne gestellt, die mit Seifenlauge gefüllt war. Das obere Ende hat die Wäscherin an ihrem Bauch abgestützt. Mit beiden Händen hat sie die bereits eingeweichten Wäschestücke auf dem Brett gewalkt. Wohlgemerkt: Nicht das Brett hat den Schmutz aus dem Gewebe gerieben, es war –faserschonend! – die Struktur des Gewebes selbst, die dem Schmutz mechanisch zu Leibe rückte.[/vc_column_text][cz_image size=“1200×700″ id=“cz_22910″ image=“1628″][/cz_image][cz_gap height=“20px“][vc_column_text css=““]Seit Juni 2018 (wohl bis 2022) wandert dieses Sammlungsstück gemeinsam mit mehr als 250 anderen Museumssachen in der Ausstellung „Sauberkeit zu jeder Zeit – Hygiene auf dem Land“ durch Süddeutschland.

Start der Wanderung war im Freilichtmuseum Finsterau, weitere Stationen sind das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim, das Schwäbische Bauernhofmuseum in Illerbeuren – dann geht es nach Fladungen, nach Wackershofen und noch in dieses und jenes andere volkskundliche Museum.
Zuletzt wird das Opitz-Waschbrett wieder zurückkehren nach Finsterau, wo es mit vielen anderen Dingen aus dem Nachlass der Familie Opitz aufbewahrt wird.[/vc_column_text][cz_gap height=“20px“][cz_free_line id=“cz_69606″ sk_line=“background-color:#cccccc;height:1px;“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]TEXT: Martin Ortmeier | PHOTO Waschbrett: Konrad Obermeier, PHOTO: Bildarchiv Freilichtmuseum Finsterau[/vc_column_text][cz_gap height=“20px“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_widget_sidebar sidebar_id=“cz-custom-sammlungen-finsterau“][cz_gap height=“10px“][/vc_column][/vc_row]