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Der Schusteröderhof, 1969 Keimzelle des Freilichtmuseums Massing
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Der Schusteröderhof soll so erhalten bleiben, wie er 1969 im Museum geschaffen wurde. Die Ausstattung des Wohnstallhauses von Schusteröd mit den schönsten Dingen des bäuerlichen Wohnens im Rottal und der doppelte Schrot an der zum Hof blickenden Fassade, alljährlich üppig mit Geranien geschmückt, sind Denkmäler der Museumsgeschichte.
Aber die Räume wurden nach und nach der Museumsentwicklung angepasst. Die wegen ihres Dekors ausgewählten Möbel in den Schlafkammern sind seit 1997 unter dem Thema „Bauernhochzeit“ neu erschlossen. In der Stube ist eine farbige Wandfassung rekonstruiert, wie sie für die Zeit um 1925 typisch war. In der Küche steht seit dieser Zeit ein gemauerter und gefliester Sparherd, der regelmäßig von den Brotbäckerinnen des Museums genutzt wird. Die Kammer der Altbäuerin erhielt 2012 einen Kachelofen Berliner Art. In der Fletzkammer informiert seit 2010 eine Ausstellung über traditionelle Vorratshaltung.[/vc_column_text][cz_image size=““ id=“cz_43549″ image=“1417″][/cz_image][cz_gap height=“20px“][vc_column_text css=““]Die Eröffnung des „Niederbayerischen Bauernhofmuseums“ in Massing war ein Fest, das weit über die Region hinaus wahrgenommen wurde. Zum Festabend kam der bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel. Das ganze Fest folgte den Gepflogenheiten der Traditionspflege: Festzug und Feldmesse, Preisgedicht, Festansprachen und Grußworte, Böllerschüsse, Volksmusik und Volkstanz.
Die Besuchererfolge der ersten Jahre und die Anerkennung, die sich in Presse-, Rundfunk- und Fernsehbeiträgen äußerte, bewegten die Museumsgründer, in ihrer Leidenschaft fortzufahren. Vier Gebäude aus vier Landkreisen wurden binnen weniger Jahre zum Heilmeierhof komponiert. Das namensgebende Haupthaus ist reich mit Zimmermannsmalerei geschmückt – dieses Haus aus dem Landkreis Dingolfing wollte man sich nicht entgehen lassen.
Beim Heilmeierhof-Eröffnungsfest am Wochenende des 19. und 20. Juli 1975 bot das Museum alles an Erfahrung und Kontakten auf, welche es sich erworben hatte: Treffen der niederbayerischen Heimat- und Archivpfleger, offenes Treffen von Volkgesangs- und Musikgruppen, altbäuerliche Dreschvorführung, Rottaler Heimatstunde, Darbietungen der Trachtenvereine mit Volkstanz, außerdem einen Festzug durch den Markt zum Heilmeierhof. Beim Festabend fungierten als Sprecher renommierte Vertreter der Volksmusik: Wugg Retzer für Niederbayern, Wastl Fanderl für Oberbayern und Peppi Stiegler für Oberösterreich.
Im Jahr der Eröffnung des Heilmeierhofs erzielte das Museum sein höchstes Besucheraufkommen mit 42.302 Gästen. Mehrmals näherte sich das Museum dieser Marke, zuletzt 2018 mit 36.658 Besucher, aber der Erfolg des konkurrenzlosen Jahres 1975 wurde nie wieder ganz erreicht. In der Summe der 50 Jahre sind es weit mehr als 1 Million Besucher, die den Weg nach Massing wegen des Freilichtmuseums gefunden haben.[/vc_column_text][cz_free_line id=“cz_69606″ sk_line=“background-color:#cccccc;height:1px;“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext colmassing“]TEXT: Martin Ortmeier
ABBILDUNGEN:
Eröffnungsfeier am 22. Juni 1969: Dem als Rottaler Vierseithof konzipierten Schusteröderhof fehlt noch der Wagenschupfen mit Getreidekasten an seiner vierten Seite. (Photo: Otto Hofmeister, Archiv Freilichtmuseum Massing)
Die Einführungsrede zur Eröffnung am 22. Juni 1969 hielt Kreisbaumeister Otto Schweiger. (Photo: Otto Hofmeister, Archiv Freilichtmuseum Massing)[/vc_column_text][cz_gap height=“20px“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_widget_sidebar sidebar_id=“cz-custom-50-jahres-freilichtmuseum-massing“][/vc_column][/vc_row]
