Ausgebrannt

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Ausgebrannt

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Zeugnis einer längst vergangenen Zeit, auch vom Werden und Vergehen großer Unternehmen in der Region – das ist diese unscheinbare quadratische Ziegelplatte mit dem markanten Stempeleindruck auf einer der Sichtflächen.
[vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][cz_image size=“large“ id=“cz_69854″ image=“1731″][/cz_image][cz_gap height=“10px“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]Ziegelstein, Inv.-Nr. M 2003/106[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text css=““]Inmitten dreier konzentrischer Ringe steht da akkurat geschrieben: „Thonwerk Kolbermoor – Hebertsfelden. Steinbeis und Genossen.“

Zwar wurde die Platte als kläglicher Rest eines Küchenpflasterbodens in einem auf seinen Abbruch wartenden Kleinhäusleranwesens aus dem Landkreis Rosenheim gefunden. Sie stammt daher vermutlich aus der Ziegelei Kolbermoor. Mit dem zitierten Aufdruck verweist sie auf einen Gewerbe- und Industriezweig, der auch für Niederbayern lange charakteristisch war und dort vielen Leuten Lohn und Brot bescherte: die Tonverarbeitung oder Ziegelei.

Größere Lehmvorkommen gab es an mehreren Stellen des Bezirks.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][cz_gap height=“20px“][vc_column_text css=““]Die wurden seit alters dann auch meist an Ort und Stelle ausgebeutet und je nach Eignung entweder zu Baumaterial oder Haushaltsgeschirr verarbeitet. Man denke bei letzterem nur an die Kröninger Hafnerkeramik. Aber auch die vielen Ziegeleien der Region, ab einer bestimmten Größe früher fast schon vornehm „Thonwerk“ genannt (man beachte die alte Rechtschreibung!), stellten eine Vielfalt von tönernen Erzeugnissen her, die überall im Bauwesen Verwendung fanden.

So bestand auch in Hebertsfelden, unweit von Eggenfelden eine größere Ziegelfabrik, die vermutlich irgendwann um 1900 durch den umtriebigen und expansionsbestrebten Investor Steinbeis aufgekauft und betrieben wurde, der im Voralpenraum ansässig war.[/vc_column_text][cz_gap height=“20px“][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][cz_image size=“large“ id=“cz_81661″ image=“1732″][/cz_image][cz_gap height=“10px“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]Thonwerk Kolbermoor in Hebertsfelden[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text css=““]Seine „Hauptziegelei“ lag in Kolbermoor, einer stark industriell geprägten Siedlung westlich von Rosenheim in Oberbayern. Dort wurden ebenfalls große Tonlager ausgebeutet und millionenfach zu Mauerziegeln, Dachplatten, Rohren und solchen Pflastersteinen wie dem obigen verarbeitet.

Beide Steinbeis-Werke existieren in dieser Form an ihren einstigen Standorten schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Ein winziges Teilchen ihrer einstigen Produktion aber hat es trotz kleinerer Blessuren ins Massinger Museumsdepot verschlagen. So kann es augenfällig vom einstigen, großen Unternehmertum und der industriellen Vergangenheit der Regionen erzählen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][cz_gap height=“20px“][cz_free_line id=“cz_69606″ sk_line=“background-color:#cccccc;height:1px;“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]

TEXT: Martin Ortmeier | PHOTOS: Konrad Obermeier (Zigarettenautomat; Atelier G. Adolph, Passau (historisches Porträt, 1949)

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