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Haussegen – verwahrt und wieder aufgefunden
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Die kleine Münze trägt recto das Kürzel M des bayerischen Kurfürsten Maximilian I., verso das bayerische Rautenwappen. Sie wurde 1994 in einer kleinen Höhlung im Firstbalken eines hölzernen Bauernhauses aufgefunden.
Bei der Münze lagen auch die drei Kreuze, die aus einer Wachsschnur geknüpft sind. Vermutlich sind die Kreuze geweiht. Am höchsten Ort des Hauses sollten sie Segen für das Haus, seine Bewohner und das darin eingestellte Vieh bringen. Der Bauherr war Christ und gewiss vertraute er auf Gott. Der schützende Landesherr und gutes Geld sollten dennoch bedacht sein bei der Sorge um Haus und Hof.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][cz_image size=“large“ id=“cz_109723″ image=“1744″][/cz_image][cz_gap height=“10px“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]
Eckiger Schrötling. Pfennig aus Kupfer mit beidseitiger Silberauflage, 0,283 g, ø11 mm; vorne „M“ im Fadenkreis, rückseitig bayerischer Rautenschild mit Kugel und Pfeil im Fadenkreis, Münzherr Kurfürst Maximilian I. (reg. 1623-1651); Inv.-Nr. M 1994/252
[/vc_column_text][vc_column_text css=““]Die Münze gibt Auskunft über die Zeit der Errichtung des Hauses. Nicht vor 1625 kann der First auf den Neubau aufgesetzt worden sein. 1651 starb der Kurfürst, ab diesem Jahr hätte der umsichtige Bauherr gewiss eine jüngere Münze ausgewählt.
Etwa 350 Jahre lag der Bausegen sicher verstaut in seiner Höhlung im Firstbalken. So lange blieb das Haus bewahrt vor Verfall, Feuer und Abriss. Um 1900 ist das Lichtbild entstanden, das den Hof in Oberentholz bei Ering am Inn zeigt, in dessen Firstbalken der Haussegen gefunden wurde.
Seit 19. Mai 2012 sind die Wachsschnurkreuze und der alte Pfennig auf Reise mit der Ausstellung „Mei liabstes Stück“. Erst am 26. März 2014 werden sie wieder zurückkehren ins Depot des Freilichtmuseums Massing.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][cz_gap height=“20px“][cz_free_line id=“cz_69606″ sk_line=“background-color:#cccccc;height:1px;“][vc_column_text css=““ el_class=“smalltext“]
Text: Dr. Martin Ortmeier, Photos: Hans Eichinger, Bildarchiv Freilichtmuseum Finsterau
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